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Bis wir in selbst fahrenden Autos unterwegs sind, dauert es noch. Bis dahin heisst es: der coolste Look ist Retro.

Motorhaube, Kühlergrill, Cockpit und ein Auspuff am Heck – puncto Autodesign hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum etwas verändert. Böse Zungen behaupten gar, dass die einzige Veränderung im Aussehen die fehlenden Pferde vor der Kutsche sei. Das ist natürlich übertrieben und die Hersteller haben sich über die Zeit zahlreiche unterschiedliche Designs – vom SUV bis zum Coupé – ausgedacht, um die Herzen der Kunden zu erobern. Der Aufbau an sich blieb im Grossen und Ganzen aber immer gleich. Der Trend zum Elektroauto kann und wird diese starren Formen durchbrechen. Denn Motorblock, Getriebe, Tank und viele andere Raumfresser sind bei dieser Technologie einfach nicht mehr gefragt. Das lässt den Ingenieuren mehr Platz für kreative Spielereien. Wer sich jedoch die aktuellen elektrifizierten Modelle ansieht, erkennt schnell, dass die besagte Revolution bis dato ausgeblieben ist. 

Revival der Klassiker

Das liegt in erster Linie daran, dass zu radikale Änderungen durchaus auch ein Wagnis sein können. Der Kunde hat sich einfach an den Look gewöhnt und will nicht gleich in einer futuristischen und autonom gelenkten Raumkapsel durch die Strassen gleiten. Zum anderen sind es rechtliche Auflagen wie Fussgängerschutz oder Haftungsfragen, die allzu drastische Designkonzepte verhindern. Kurzum: Ja, die Revolution wird kommen, aber wir müssen Geduld haben. Und bis es so weit ist, dürfen wir uns auf der einen Seite auf jede Menge High-Tech freuen und auf der anderen Seite über das Revival von zahlreichen motorisierten Idolen aus der Vergangenheit. Wir werfen einen Blick auf einige Highlights der nächsten Jahre.

Lamborghini Countach | Auferstehung

In den 1970er-Jahren stellte Ferruccio Lamborghini gemeinsam mit seinem Designer Marcello Gandini ein Kunstwerk auf die Strasse, das für viele weitere Modelle der italienischen Kultmarke formgebend sein sollte – den Countach. 50 Jahre später soll der automobile Keil ein Revival erfahren und geht unter dem Kürzel LPI 800 – 4 an den Start. Nur 112 Exemplare wurden vom neuen Countach produziert, was ihn nicht nur zu einem begehrten Sammlerstück, sondern auch gleich zu einer ausverkauften Rarität macht. Neben zahlreichen Anleihen beim legendären Vorfahren überzeugt die Neuauflage mit einem 814 PS starken V12-Aggregat. Für die brachialen Beschleunigungswerte dürfte letztlich der Verbrenner zuständig sein: In 2,8 Sekunden sind die 100 km/​h erreicht, in 8,6 Sekunden die 200 km/​h und Ruhe herrscht erst bei einem Top-Speed von 355 km/​h.

Opel Manta GSe | Kultgefährt

Wer auf die Historie von Opel blickt, stösst auf zahlreiche kultige Modelle. Das aber wahrscheinlich emotionsgeladenste Fahrzeug, das Opel je auf die Räder gestellt hat, ist der Manta. Lange wurde diskutiert, ob die wohl coolste Art, einen Fuchsschwanz zu präsentieren, wiederbelebt werden sollte. Nun steht es fest und spätestens 2026 soll der Sportler wieder unterwegs sein. Allerdings nicht mit Verbrennungsmotor und Hinterradantrieb, sondern als Elektroflitzer. Die Ingenieure packten modernste Technik in einen überarbeiteten Opel Manta der ersten Generation, haben aber zahlreiche Elemente wie das Drei-Speichen-Lenkrad oder die legendäre Schweinwerfer-Aktivierung über das Ziehen eines Knopfs erhalten. 147 PS leistet das Concept-Car, das in dieser Form wahrscheinlich leider nie eine Zulassung finden wird. Die offizielle Skizze des Opel Manta‑E zeigt nämlich ein SUV. Ob dieser Zugang die echten Manta-Fans beglücken wird, muss sich erst noch zeigen.

BMW M4 CSL | Gewinnertyp

Der Haus- und Hof-Tuner der Bayern, die BMW M GmbH, feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und beschenkt sich zu diesem Jubiläum einfach selbst. Und zwar mit einer Neuauflage des BMW 3.0 CSL, der 1973 die Tourenwagen-EM gewann und so zum Kultmodell avancierte. Der Neue hört auf den Namen BMW M4 CSL und ist auf 1.000 Stück limitiert. 550 PS schlummern unter der lang gezogenen Motorhaube, die dank des geringen Gewichts von rund 1.600 kg leichtes Spiel haben. In nur 3,7 Sekunden sind die 100 km/​h Vergangenheit. 

Mercedes AMG One | Wegbereiter

Sie sind rar, sie sind teuer und sie benötigen keiner grossen Diskussion. Hyper-Cars wie von Bugatti, Koenigsegg und Co. sind High-Tech-Kunstwerke, die keine Erklärungen benötige. Mercedes hat es nun endgültig geschafft, in die elitäre Riege dieser Kultmobile aufzusteigen. Zu verdanken ist das dem Mercedes AMG One mit seinen 1.063 PS und seiner Technik aus der Formel 1. Befeuert wird er vom V6-Hybrid-Antriebsstrang des aktuellen F1-Boliden und hat somit die teuerste und beste Technik der Welt unter der Karosserie. In 2,9 Sekunden wird er so auf 100 km/​h katapultiert und die Puste geht erst bei 352 km/​h aus. Auf heimischen Strassen dürfte der Motor sein Potenzial nicht beweisen können, die bewundernden Blicke aber sind ihm sicher.

VW ID.5 | Schönheitskönig

Dass Praxisnutzen und Design keine Gegensätze sein müssen, stellen die Wolfsburger mit dem neuesten Wurf, dem ID.5, unter Beweis. Eine schnittige Coupé-Form mit runden Formen wird stilvoll mit Sportlichkeit kombiniert und begnügt sich mit reinem Strom zur Fortbewegung. Dass er mehr als zwei Tonnen auf die Waage bringt, sieht man dem ID.5 dank der Linienführung in keiner Weise an, doch ein solches Kaliber möchte natürlich auch entsprechend bewegt werden und dazu verhelfen ihm drei Motorvarianten zwischen 174 und 299 PS, die Reichweite wird mit rund 500 km angegeben. Wer befürchtet, zu viel Zeit an der Ladestation zu verbringen, darf beim ID.5 aufatmen – in einer halben Stunde ist genügend Energie vorhanden, um fast 400 km abzuspulen.

Hyundai IONIQ 6 | Space-Cowboy

Nach dem IONIQ 5 schiessen die Koreaner das nächste E‑Modell nach und sorgen auch dieses Mal für einen echten Hingucker. Der IONIQ 6 erinnert mit seiner runden Dachform und dem stromlinienförmigen Design an eine Art Kokon. Fahrer und Beifahrer werden den langen Radstand und den entsprechend grossen Innenraum schätzen, Techies werden sich über das speziell an das Fahrerlebnis angepasste Sound Design und den zuschaltbaren Allradantrieb freuen und Anspruchsvolle werden den an die Fahrgeschwindigkeit angepassten Speed-Sync-Beleuchtungsmodus und das 12-Zoll-Infotainment-Display geniessen. Der IONIQ 6 schafft eine Reichweite von mehr als 600 km und liefert im Topmodell eine Systemleistung von 325 PS. Kein Grund zur Panik also – auch elektrisch kann Spass machen.

Audi RS6 | Rübezahl

Seit 20 Jahren ist er auf den Strassen unterwegs und gilt unter pragmatischen Sportlern als echtes Kultobjekt. Kein anderer dieser Gattung ist so komfortabel und alltagstauglich wie der RS6. Und er ist ein Musterbeispiel puncto Design. Während die ersten drei Generationen sich nämlich in Understatement übten und erst auf den zweiten Blick ihre Power preisgaben, wurde bei der aktuellen Version genau in die andere Richtung gedacht. Das Tolle: Es hat sich ausgezahlt. Verbreiterte Karosserie, eine eigenständige Motorhaube und breitere Reifen sind nur einige Merkmale, die die Sportikone von der normalen Version unterscheiden. Aber auch unter der Haube hat sich einiges getan: Von ursprünglich 450 PS (2002) wuchsen die Pferdestärken auf heute 600 PS, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/​h verbesserte sich von 4,7 Sekunden auf 3,6 Sekunden. 

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16.Mai.2022 Tesla Roadster

Bit statt Sprit

Autonomes Fahren, Elektrizität, Wasserstoff: was uns jetzt automobil wirklich bewegt.

Inzwischen sei man bei Version 10.8 angelangt. Elon Musk war sichtlich stolz, als er diese Nachricht verkündete. Man darf also davon ausgehen, dass er und seine Ingenieure alles nur erdenklich Mögliche unternommen haben, um diese Mutter aller Softwarepakete zu perfektionieren. Elon Musk, dieser Name steht nicht nur für den aktuell reichsten Menschen der Welt, er steht auch für Innovation und Zukunft. Seine Automarke Tesla ist zwischenzeitlich das globale Synonym für Elektroautos, und was hier verbaut und getestet wird, hat Potenzial und gilt als einer der wichtigsten Zukunftstrends in der Autobranche. Die erwähnte Software wurde für einen Autopiloten entwickelt, der seit einigen Jahren auf Herz und Nieren getestet wird. Immer wieder kommt es zwar zu Meldungen über Zwischenfälle mit Personenschaden, der Trend des autonomen Fahrens ist dadurch jedoch nicht mehr zu stoppen. Die Version 10.8 soll inzwischen so weit sein, dass Musks Teslas noch 2022 sicherer über die Strassen gleiten sollen als ein durchschnittlicher menschlicher Fahrer. Aber der Visionär aus Kalifornien ist nicht allein – und er wird auch nicht der Erste sein, zumindest wenn man den Meldungen anderer Hersteller Glauben schenken möchte.

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21.März.2022 Häberli 03

Poesie der Unvollkommenheit

Designer Alfredo Häberli über Präzision, Perfektion und Pippi Langstrumpf.

Vom Stuhl «Interface», dessen Verwendungsmöglichkeiten ganz von der eigenen Vorstellungskraft abhängen, über das Bücherregal «Pattern», das sowohl horizontal als auch vertikal Stabilität gibt, bis hin zum Einfamilienhaus «Haussicht» in Holzdesign, inspiriert vom Schiffbau. Man könnte sagen, Alfredo Häberli hat seiner Kreativität bereits in allen Design-Bereichen freien Lauf gelassen. Im Gespräch erzählt er von seinem Zugang zu Perfektion, Projekten wie die Ausgestaltung des 25hours Hotels in Zürich und wer ihn in seiner Arbeit inspiriert. 

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01.September.2021 1 Man Camel Opener

Von Kopf bis Fuß

Wahre Trendsetter setzen diese Saison auf Camel – die Trendfarbe, die man sogar im Allover-Look tragen kann.

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