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Keramik, Carbon und Co: Innovatives Design beginnt mit grossartigen Werkstoffen.

Keramik macht kreativ
Es liegt in der Natur der Sache, dass Designer stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, ihren Ideen eine kreative Form zu verleihen. Fündig werden sie bei Hightech-Keramik: Sie ist leicht, hypoallergen, kratz- und verschleissfest. UV-Strahlung macht ihr keinerlei Probleme, Feuchtigkeit ist ebenfalls kein Thema, Form und Glanz bleiben mindestens für Jahrzehnte erhalten. Kein Wunder, dass dieses Material von Architektur über Interior Design bis zur Uhrmacherkunst beliebt ist. Dort hat man seine Vorzüge besonders früh erkannt: ein Material, das wertvollen Uhren quasi «unvergängliche Schönheit» bescheren kann. Mittlerweile arbeitet man dort auch mit plasmabehandelter Keramik, die durch die gleiche Härte, Kratzfestigkeit, Hautverträglichkeit und ein ebenso leichtes Gewicht wie Hightech-Keramik punktet. Vorteil: Damit kann den eher monochromen «Plasma»-Uhren auch Farbe verliehen werden.

Upcycling baut auf Mist
Aus Alt mach Neu – ein simples Motto und aktuell ein grosser Trend der internationalen Designszene. Upcycling nennt sich das Ganze und hat so gar nichts mit Retro zu tun. Im Gegenteil, durch die Verwendung unterschiedlicher recycelter Materialien entsteht ein ganz neuer Look, der in Form, Farbe und Textur für frischen Design-Wind sorgt. Vom Kopfhörer oder Laptop aus recycelten Materialien über Taschen aus Used Plastic bis zu nachhaltigen Büroaccessoires reicht die Palette. Besonders kreativ wird in der Fashionszene mit gutem Gewissen designt. Eine der Shootingstars ist die Londoner Designerin Priya Ahluwalia. Mit ihrem Label Ahluwalia hat sie sich auf Mode spezialisiert, die aus lokal bezogenen Vintage-Kleidungsstücken und Lagerbeständen hergestellt wird. Schöner kann man Nachhaltigkeit nicht in Form bringen!

Carbon stärkt die Zukunft
Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff. Klingt jetzt nicht wirklich spannend, sieht dafür meist umso spektakulärer aus. Die Rede ist von Carbon, dem Designmaterial mit äusserst funktionstüchtigen Eigenschaften: extreme Festigkeit und Steifigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht. Vor allem im Bereich Mobility eröffnen sich damit neue Möglichkeiten. Nicht nur in der Formel 1 kommt der innovative Werkstoff vermehrt zum Einsatz, auch Bikes und Supersportwagen rasen mit Carbon an Bord in eine fantastische Designzukunft. Dass Carbon auch sanfte Töne anschlagen kann, beweist die Produktion von Streichinstrumenten. Es optimiert nicht nur die Klangqualität, sondern macht die Instrumente gleichzeitig auch dünner und leichter.

Leder gibt sich natürlich
Auch wenn es mittlerweile vegane Varianten gibt – Leder ist und bleibt das natürlichste und traditionsreichste Designmaterial. Modedesigner lieben seine einzigartige Haptik ebenso wie Luxusmarken. Oder was wäre etwa «Sex and the City» ohne Ausflüge ins lederne Schuhdesign-Universum oder ein Auftritt der Queen ohne ihre legendäre Ledertasche? Ist Leder doch ein Werkstoff, der mit unverwechselbarer Einzigartigkeit, hoher Qualität, Strapazierfähigkeit und Tragekomfort glänzt. Vor allem direkt auf der Haut getragen, entfaltet Leder seine wahre Grösse – mit Eleganz, ohne jedoch je altmodisch zu wirken. Wie zeitgemäss Leder zum Einsatz kommen kann, zeigen grosse Modehäuser und innovative Designer.

Holz schlägt Designwurzeln
«Details sind nicht Details. Sie machen das Design.» Mit diesem Zitat brachte Topdesigner Charles Eames sein Verständnis von Design auf den Punkt. Gemeinsam mit seiner Partnerin Ray schuf er viele Klassiker in unterschiedlichsten Materialien. Ein wesentlicher Stoff ihres Schaffens war aber Holz – nachwachsend, flexibel und gleichzeitig belastbar. Ob als fertiges Produkt oder auch als beliebtes Material zur Fertigung von Prototypen. Holz ist und bleibt ein Weg, um zeitloses und dennoch modernes Design zu schaffen. Dass Holz nicht aus der Mode kommt, beweisen auch aussergewöhnliche Architekturprojekte wie etwa das HoHo Wien. Mit seinen 84 Metern ist es das erste Holzhochhaus der Welt und setzt ein formschönes Zeichen zur Ressourcenschonung.