In der Peggy Guggenheim Collection am Canale Grande stellte Swatch in Venedig seine neue Swatch × Guggenheim-Kollektion vor – moments war live vor Ort dabei.
Die Präsentation fand dort statt, wo Kunstgeschichte und Gegenwart in Venedig besonders dicht zusammenkommen: im Palazzo Venier dei Leoni, dem Zuhause einer der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst Europas. Vorgestellt wurde die Kollektion von Carlo Giordanetti, Creative Director von Swatch, gemeinsam mit Karole P. B. Vail, Direktorin der Peggy Guggenheim Collection. Beide ordneten die Zusammenarbeit nicht als einmalige Kooperation ein, sondern als konsequente Weiterführung einer Beziehung, die bis in die frühen 1990er-Jahre zurückreicht.
Kunst fürs Handgelenk – direkt am Ort der Inspiration
Die neue Kollektion umfasst vier Modelle, inspiriert von Meisterwerken des 20. Jahrhunderts: Edgar Degas, Claude Monet, Paul Klee und Jackson Pollock. Drei der zugrunde liegenden Werke stammen aus dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York, eines – Pollocks Alchemy – ist Teil der permanenten Sammlung in Venedig. Genau diese transatlantische Achse war auch das inhaltliche Leitmotiv des Abends. Giordanetti sprach von«Kunst fürs Handgelenk», die nicht reproduzieren, sondern übersetzen wolle: Farbe, Rhythmus, Bewegung – und Zeit. Auffällig ist dabei ein gemeinsames Detail aller vier Uhren: ein verlängerter Sekundenzeiger als subtiler Hinweis auf den Dialog zwischen den beiden Guggenheim-Standorten.
Vier Werke, vier Charaktere
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die einzelnen Modelle, die jeweils sehr unterschiedlich interpretiert wurden:
- Degas’s Dancers greift die Anmut und Dynamik der Ballettstudien Degas’ auf. Zifferblatt und Armband fokussieren Details – Füsse, Tüll, Bewegung – und übersetzen sie in leuchtende Grün- und Gelbtöne.
- Klee’s Bavarian Don Giovanni setzt auf grafische Klarheit und Ironie. Ein farbwechselndes Kalenderrad und die typischen Linien Klees machen die Uhr zu einem der verspieltesten Modelle der Serie.
- Monet’s Palazzo Ducale ist eine direkte Hommage an Venedig selbst. Das Motiv des Dogenpalasts erscheint impressionistisch auf dem Zifferblatt; unter UV-Licht entfaltet sich ein fluoreszierender Effekt, der Monets Spiel mit Licht und Reflexion neu interpretiert.
- Pollocks Alchemy schliesslich überträgt die rohe Energie des abstrakten Expressionismus auf Zifferblatt und Armband – unruhig, dynamisch, bewusst unperfekt.
Alle Modelle sind aus biobasierten Materialien gefertigt und bleiben technisch bewusst nahbar: Kunst als Teil des Alltags, nicht als Vitrinenobjekt.
Karole P. B. Vail betonte in Venedig die gemeinsame Haltung hinter dem Projekt: Kunst solle nicht exklusiver werden, sondern zugänglicher. Gerade die Art-Journey-Initiative von Swatch ermögliche es, Werke aus New York und Venedig in eine neue, unerwartete Form zu überführen – ohne ihren kulturellen Wert zu reduzieren.
Giordanetti ergänzte, dass diese Kollektion für Swatch einen Höhepunkt innerhalb der langjährigen Zusammenarbeit markiere: vier Werke, kuratiert in enger Abstimmung mit den Museen, neu interpretiert als tragbare Objekte – echte Kunst fürs Handgelenk eben.
Am Puls der Zeit
Der Abend in Venedig war weniger klassische Produktpräsentation als kuratierter Dialog zwischen Kunst, Design und Zeit. Dass die Vorstellung ausgerechnet in der Peggy Guggenheim Collection stattfand, verlieh der Kollektion zusätzliche Tiefe – und machte deutlich, dass es Swatch nicht um kurzfristige Effekte geht, sondern um eine langfristige kulturelle Erzählung.
Die Swatch × Guggenheim-Kollektion ist weltweit online und in Swatch Stores erhältlich.
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