Sehen und gesehen werden: 2026 warten sportliche Events der Superlative. Nicht nur die körperlichen Hochleistungen locken Zuseherinnen und Zuseher an – bei diesen Wettkämpfen kollidiert Athletik mit Glamour.
Formel-1-Rennen sind schon länger wieder Orte, an denen Sport nur ein Teil des Programms ist. Grand-Prix-Wochenenden haben sich zu gesellschaftlichen Hotspots entwickelt, bei denen man Menschen trifft, die man sonst eher bei Fashionweeks oder A‑List-Events wie der Met Gala vermutet. Und seit Snoop Dogg bei Olympia gezeigt hat, wie mühelos selbst Dressurreiten zum globalen Gespräch werden kann, ist klar: Sport gehört heute zur AKlasse des Entertainments.
Formel 1 neu gedacht
In den vergangenen Jahren hat sich die Formel 1 grundlegend neu erfunden. Unter Ecclestone streng kontrolliert, öffnete sie sich nach der Übernahme durch Liberty Media 2017 Schritt für Schritt: Social Media wurde nicht länger als Störfaktor gesehen, sondern als Chance. Fahrer und Teams durften nun selbst kommunizieren. Die Netflix-Serie «Drive to Survive» machte jene Geschichten sichtbar, die früher in Boxengasse und Briefings verschwanden. Mit ihrem narrativen Ansatz verlagerte sie den Fokus von der Technologie auf die Menschen – Fahrer, Teamchefs, Rivalitäten, Druck – und formte die Saison zur Doku-Soap mit klaren Protagonisten und Dramen.
Die Strategie erzeugte einen ungesättigten Appetit auf Content: Rund 70 Prozent der Generation Z interagieren laut Umfragen täglich mit F1-Inhalten. «Always on»-Kanäle bedienen diese Nachfrage – auch zwischen den Rennen. Zugleich zog die Serie neue Partner an. Als LVMH 2025 einen Zehnjahresvertrag als globaler Formel-1-Partner schloss, war das weniger Sponsoring als Statement: Die F1 ist eine Bühne, auf der Luxusmarken nicht nur sichtbar, sondern relevant sind. Moët Hennessy gestaltet die Hospitality, Tiffany fertigt Trophäen, Louis Vuitton liefert Koffer und Cases, die zu visuellen Markenzeichen geworden sind. Marken nutzen die F1, weil sie dort finden, was ihre Kundschaft sucht: Präzision, Inszenierung, Tempo.
Die neue Erlebniswelt der Sportevents
Das spürt man vor Ort. Tickets für Monaco oder Las Vegas sind heute so begehrt wie Plätze bei den Oscars. Die VIP-Bereiche gleichen temporären Salons; im Hafen liegen die Yachten dichter als irgendwo sonst, und wer am Rennwochenende in der Pit Lane auftaucht, setzt kein Motorsport-Statement, sondern ein gesellschaftliches. In Monaco entwickelt sich ein eigenes Ökosystem rund um den Grand Prix. Explora Journeys etwa bietet Experiences, die weit über klassische Hospitality hinausgehen – eine Mischung aus Blick auf die Strecke, High-Class-Yacht-Feeling, Dinner und einer Dramaturgie, die fast an private Kunstveranstaltungen erinnert. Die Formel 1 ist zu einem globalen Schaufenster geworden.
Olympia hat diese Dynamik auf seine spezielle Weise aufgegriffen. Die Szene mit Snoop Dogg und der Dressur zeigte, wie stark sich Wahrnehmung durch Tonalität verändert. Paris 2024 wurde offener erzählt, leichter zugänglich, und Mailand/Cortina wird diese Entwicklung fortsetzen.
Marken und Starpower
Im Tennis ist das Potenzial längst sichtbar. Alcaraz, Sinner, Gauff oder Rune sind Ikonen, getragen von Marken, die verstanden haben, wie sehr persönlicher Stil zum Spiel gehört. Rolex begleitet den Sport seit Jahrzehnten, Rado setzt Designakzente, Gucci spielt mit einer neuen Sichtbarkeit im Athleisure-Bereich. Tennis wirkt elegant, international, selbstverständlich – vor allem bei Grand Slams. Dazwischen bleibt die ATP-Tour jedoch zurückhaltender. Die Stars wären da, die Geschichten ebenfalls – aber vor allem bei kleineren Turnieren gibt es noch Luft nach oben.
Ganz anders präsentieren sich Sportarten, die ihren Rhythmus nie verändert haben. Polo, Segeln, Golf oder Springreiten leben von Traditionen, festen Orten und klaren Codes. Sie sind stabil, nicht getrieben von Trends – und wirken gerade deshalb wieder modern. Die sogenannte Old-Money-Ästhetik, die Generation Z für sich entdeckt hat, findet hier ihren natürlichen Ausdruck: weniger Show, mehr Haltung. Und auch hier verstehen Marken die kulturelle Logik: Cartier beim Polo, Loro Piana im Segelsport, Ralph Lauren in Wimbledon. Es sind langfristige Partnerschaften, die weniger die Bühne suchen als Glaubwürdigkeit.
Die Longines Global Champions Tour bewegt sich genau in diesem Zwischenraum. Ihre Austragungsorte – Paris, Ramatuelle/St. Tropez, Monaco, London, Miami Beach, New York, Wien – sprechen eine eigene Sprache. Der Sport bleibt klassisch, doch die Inszenierung ist zeitgemäss: leichte Sommerabende, klare Linien, Städte und Küsten als Kulisse. Longines verbindet Präzision mit einer Bildwelt, die sich fast von selbst verbreitet. So entsteht ein Ambiente, das den Reitsport nicht verändert, sondern ihm einen neuen Resonanzraum eröffnet. Kein Wunder, dass sich dort dieselbe internationale Szene trifft wie bei Formel-1-Wochenenden oder Modeevents.
Wer 2026 Sportveranstaltungen besucht, erlebt selten nur Wettkampf. Es sind Schauplätze geworden. Orte, an denen Mode, Kulinarik, Inszenierung und Begegnung denselben Platz einnehmen wie sportliche Leistung. In Monaco verwandelt ein Rennwochenende die Stadt in eine Bühne. In Wimbledon oder New York fühlt sich Tennis wie ein Ritual an, das genau das verkörpert, was viele suchen. Und die Global Champions Tour zeigt, wie elegant der Sommer aussehen kann, wenn Pferde, Orte und Publikum denselben Rhythmus teilen.
Sport war immer ein Erlebnis. 2026 ist er ein internationales Gesellschaftsformat.
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