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Vierwaldstätter Super-Spa

Nicht ganz so bescheiden fällt die grösste Wellness-Offensive im Herzen der Schweiz aus. Sie krempelt den Balkon über dem Vierwaldstättersee um – denn nach neun Jahren (Um-)Bau eröffnet das «Bürgenstock Resort Lake Lucerne» seine berühmten Türen. Für Ortsfremde: Das 1871 eröffnete Bürgenstock ist eine Art Urgestein des Schweizer Bergtourismus. In den 1950er- und 60er-Jahren wurde es zum Weltprominenz-Magnet. Sophia Loren und ihr Mann Carlo Ponti wohnten zeitweise im Hotel. Audrey Hepburn und Mel Ferrer gaben sich hier das Ja-Wort. Sean Connery, Konrad Adenauer und Indira Gandhi schwammen im nierenförmigen Hollywoodpool auf dem Grat des Bürgenbergs. Der markante Pool blieb erhalten. Neu sind die Hotels, zwölf Restaurants und Bars, Kino, Neun-Loch-Golfplatz – und allem voran ein Spa, das so ziemlich alles Dagewesene übertrifft. 10000 Quadratmeter, drei Stockwerke und einen Skywalk zum Hotel Bürgenstock nimmt der neue Alpine Spa ein und deckt so gut wie jede Wohlbefinden-Facette ab: Riesen-Saunalandschaft und Nassbereich, Sole- und Kneippbäder, Sonnenterrasse und Pool-Bar, Ladies’ Spa, Fitnesspark, 15 Behandlungsräume und der spektakuläre Infinity-Edge-Aussenpool sind an einem Wochenende kaum zu erkunden. Noch intensiver geht es im «medizinischen Kompetenzzentrum für diagnostische, therapeutische und rehabilitative Anwendungen» zu, einem hochmodernen Kurort für das 21. Jahrhundert.

buergenstock​.ch

Erholung mit Weitblick

Der Name besteht schon zu Recht: Bei schönem Wetter sehen die Gäste des Allgäuer Hotels «Weitblick» bis zum Schloss Neuschwanstein. Aber in den Zimmern hängen Bilder der Chinesischen Mauer und Landschaftsimpressionen aus Afrika. Noch deutlicher kommt der kosmopolitische Ansatz beim Spa zur Geltung: Im Berber-Dampfbad kommt Nordafrika-Feeling auf. Es gibt den Himalaya Salzstollen, eine karibische Meerschaummassage mit Muscheln, Kokosnuss und Rotalge, und in der Colorido Kräutersauna ist Mexiko ganz nahe. Kurz: Im bayrischen Marktoberdorf kommen Kontinente und Länder zusammen. Auch Österreich – in Form der Tiroler Schwitzstube. Sanfte Erholung ist typisch für die touristische DNA des bayrischen Allgäu. Die Region bietet sich für ausgedehnte Winterwanderungen zu zugefrorenen Seen an und wartet mit der tiefsten Felsenschlucht Mitteleuropas auf. Die beeindruckende Breitachklamm – sie liegt am Ausgang des Kleinwalsertals – kann auch im Winter erwandert werden, etwa im Rahmen romantischer Fackelwanderungen. Der Weg durch die nicht allzu weit entfernte Starzlachklamm führt wiederum zu zugefrorenen Wasserfällen. Das auf Detox, Yoga und Holistic Wellness abonnierte Hotel «HUBERTUS unplugged» bietet im Raum Balderschwang ebenfalls Fackelwanderungen an. Vor der Haustür: die Nagelfluhkette der Allgäuer Alpen mit dem ersten Co-Naturpark von Deutschland und Österreich.

allgaeu​.de
hotel​-hubertus​.de

An der Steirer-Quelle

Auch im Herzen Österreichs findet sich so ein Naturjuwel für stille Wintermomente. Es ist das wildromantische Salza-Tal. Namensgeber ist Österreichs längster unregulierter Fluss, der sich im Winter von seiner idyllischen Seite zeigt. Was viele nicht wissen: Hier, am Nordrand des von Wintersportlern viel besuchten Hochschwabmassivs, entspringt die steirische Kläfferquelle, der Beginn jener 2. Wiener Hochquellenwasserleitung, von der die Hälfte des köstlichen Wiener Wassers herrührt. Der Wasserreichtum dieser rauen Gegend ist legendär. Davon zeugt der Name des nahen Nationalparks Gesäuse. Zu merken ist es am Brodeln unter den schmalen Holzbrücken, die beim Besuch der Quellregion über zahlreiche Bäche führen. Zur Einstimmung empfiehlt sich ein Besuch im kleinen Wasserleitungs-Museum des Ortes Wildalpen. Dort können historische Bilder und Pläne von diesem eindrucksvollen Projekt betrachtet werden. Der Kristallkelch, aus dem Kaiser Franz Joseph zur Eröffnungsfeier 1910 die ersten Tropfen Quellwasser genoss, schimmert in einer Vitrine. Weil das gesamte Quellschutzgebiet dem Magistratsamt Wiener Wasser gehört, blieb es besonders naturbelassen. Eine coole Unterkunft eröffnete vor Kurzem dennoch: nämlich das «Chalet Four Elements – Living by Berger» nahe des Orts Palfau. Die drei Chalets Wasser, Feuer und Luft verströmen samt privater Sauna eine elementare Ästhetik – ganz wie es sich für den Ruhepuls des Ö‑Herzens gehört.

gesaeuse​.at
fourelements.world