Die Watches & Wonders 2025 bringt einen grossen Teil der Schwergewichte der Uhrenbranche erneut nach Genf. Über 50 Marken zeigen ihre aktuellen Modelle – von technischen Neuerungen über Designweiterentwicklungen bis zu Jubiläumseditionen. moments gibt einen Überblick.
A. Lange & Söhne zeigt in Genf mehrere Neuheiten, darunter eine Erweiterung der 1815-Linie und einen Minute Repeater in Platin. Beide Modelle bewegen sich klar im Spannungsfeld zwischen technischer Komplexität und reduzierter Gestaltung. Chopard präsentiert eine Auswahl aus der L.U.C‑Kollektion, darunter zwei limitierte Editionen: der Full Strike Revelation mit Schlagwerk und der Heritage Moon 122 mit klassischem Mondphasen-Layout.
Bulgari & Cartier
Zum ersten Mal war Bulgari dieses Jahr Teil der Watches & Wonders – und das Debüt hätte auffälliger kaum ausfallen können. Mit der Octo Finissimo Ultra Tourbillon setzt Bulgari erneut ein Statement in Sachen Bauhöhe und sichert sich mit nur 1.85mm einen neuen Weltrekord. Mit der Serpenti Aeterna hingegen brachte die römische Maison eine Uhr, die mehr Skulptur als Zeitmesser ist: diamantbesetzt, geschwungen, fast wie ein Juwel mit Uhrwerk. Es war ein bewusster Schritt auf die Schmuckseite der Uhrmacherei – weg von der Mechanik im engeren Sinn, hin zu einem emotionaleren, greifbareren Ausdruck von Luxus.
Auch Cartier zeigt, wie viel Geschichte in einem Gehäuse stecken kann. Die Tank à Guichets, ursprünglich aus den späten 1920er-Jahren, wurde neu interpretiert – diesmal in Rosé‑, Gelbgold und Platin. Kein Zifferblatt, keine Zeiger, sondern zwei kleine Sichtfenster. Diskret, fast geheimnisvoll. Und ein gutes Beispiel dafür, wie eine Marke mit Vergangenheit spielt, ohne in Nostalgie zu verfallen.
Vertrautes, neu aufgelegt
Rolex zeigt eine Auswahl überarbeiteter Modelle – darunter eine neue Land-Dweller, eine Oyster Perpetual mit mintgrünem Zifferblatt sowie eine Variante der GMT-Master II. Die Modifikationen bleiben subtil, aber gezielt. Tudor geht mit der Pelagos Ultra technischer in die Tiefe – 1‘000 Meter Wasserdichtigkeit, neues Gehäuseformat, und funktionale Details.
Jubiläum mit Profil
Hublot nimmt 20 Jahre «Big Bang» zum Anlass für fünf neue Modelle. Das Spektrum reicht von klassisch-markanter Ästhetik bis hin zu Materialien wie Carbon oder Saphir. Piaget bringt mit dem farbintensiven «Andy Warhol Clou de Paris» eine auffällige Referenz an eigene Designgeschichte. Van Cleef & Arpels bleibt bei erzählerischen Zifferblättern, die eher Bühne als Anzeige sind.
Zwischen limitierten Komplikationen, Materialexperimenten und Designevolutionen zeichnet die diesjährige Watches & Wonders ein Bild der in Genf weitergedachten Uhrmacherkunst — leise, präzise und mit klar differenzierten Ansätzen.
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