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Am Ende der Halbinsel von Cap-Ferret, wo sich Atlantik und Bassin d’Arcachon begegnen, hat mit der Villa Colette ein neues Boutiquehotel eröffnet. Die Region gehört seit Jahren zu den ruhigeren Küstenabschnitten Frankreichs – geprägt von Pinienwäldern, Dünenlandschaften und einer klaren, fast zurückgenommenen Atmosphäre.

Hinter dem Projekt stehen der Unternehmer Laurent Taïeb und der Designer Philippe Starck. Gemeinsam haben sie ein Haus entwickelt, das sich eher wie eine private Villa anfühlt als wie ein klassisches Hotel.

Ein Haus mit direktem Bezug zum Ort

Die Villa Colette liegt zentral im Ort, mit Blick auf das Bassin d’Arcachon. Das Wasser, kleine Strände und die für die Region typischen Austernhütten sind zu Fuss erreichbar. Architektonisch orientiert sich das Gebäude an lokalen Vorbildern, ohne historisierend zu wirken. Mit 28 Zimmern und Suiten bleibt das Haus bewusst überschaubar – ein Ansatz, der gut zur Struktur von Cap-Ferret passt.

Villa Colette 5
Julius Hirtzberger ©

Innenräume mit klarer Handschrift

Im Inneren setzt Philippe Starck auf helle Farben, weiche Materialien und eine ruhige Gestaltung. Holz, Stoffe und dezente Farbtöne bestimmen das Bild, ergänzt durch einzelne Möbelstücke und Fotografien. Viele Zimmer verfügen über Balkone, Terrassen oder kleine Gärten. Die Ausblicke reichen über die Bucht, in den Pinienwald oder ins Dorf.

Kulinarik zwischen Region und Offenheit

Das Restaurant wird von Benjamin Six geführt und verbindet Produkte aus der Region mit Einflüssen aus anderen Küchen. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine zentrale Rolle, werden aber nicht strikt klassisch interpretiert. Die Bar ist als Treffpunkt angelegt – tagsüber ruhig, am Abend etwas lebendiger. Der Blick auf das Wasser bleibt dabei immer präsent.

Cap-Ferret als Teil des Aufenthalts

Ein grosser Teil des Erlebnisses findet ausserhalb des Hotels statt. Cap-Ferret lebt von seiner Umgebung: Wege durch den Pinienwald, kleine Buchten und Fahrten mit den traditionellen «Pinassen» prägen den Aufenthalt. Ziele wie die Dune du Pilat oder der Banc d’Arguin sind gut erreichbar, vieles spielt sich aber direkt vor Ort ab – oft in einem ruhigeren Tempo.


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