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Wohnen ist heute ein fliessender Zustand. Zwischen Laptop und Lounge, Yoga-Matte und Esstisch wandeln sich Räume ständig und mit ihnen unsere Bedürfnisse: mal Ruhe und Fokus, mal Wärme und Geselligkeit, mal Energie oder Leichtigkeit. Beständig bleibt der Wunsch nach einem Zuhause, das nicht nur schützt, sondern inspiriert – persönlich statt perfekt, ein Ort, an dem Atmosphäre auf Lebensrealität trifft.

Teppiche zonieren Räume und schaffen visuelle Tiefe. Decken und Kissen laden zur Pause ein, spenden Struktur und Geborgenheit. Leuchten setzen nicht nur Akzente, sie modellieren mit ihrem Licht Räume, rhythmisieren Übergänge und tragen dazu bei, dass selbst multifunktionale Zonen wohnlich bleiben. 

Designerinnen und Hersteller setzen dabei zunehmend auf haptische Materialien, starke Texturen und nachhaltige Herkunft. Wer heute in Stoffe und Licht investiert, entscheidet sich nicht nur für Stil, sondern für Stimmung. Die aktuellen Kollektionen internationaler Marken zeigen, wie behaglich und dabei überraschend modern «Coziness» sein kann – als kuratierte Geste zwischen Funktion, Form und Gefühl.

Plaids & Throws: wenn das Zuhause zur Ruhe kommen soll

Plaids und Decken sind mehr als Accessoires – sie erzählen von Wärme, Weichheit und Wert. Ihre Aufgabe? Atmosphäre verdichten. Zonen akzentuieren. Textur und Farbe ins Spiel bringen, ohne laut zu sein. Und ganz nebenbei: maximalen Komfort bieten. In einer Zeit, in der Wohnräume multifunktional genutzt werden – zwischen Homeoffice, Yoga-Session und Dinnerparty – übernehmen Plaids eine stille, aber zentrale Rolle. Designer setzen auf ausgewählte Naturfasern wie Cashmere, Merinowolle oder Alpaka. In gedeckten Tönen oder akzentstarken Farbvarianten bringen sie Textilität, Tiefe und Leichtigkeit miteinander in Einklang.

Die Plaids von LUIZ werden in italienischen Manufakturen aus hochwertigem Cashmere, Merino- und Alpakawolle gefertigt, während die Plaids und Decken von Magniberg von feiner Wolle bis zu farbintensiver Baumwolle reichen. Sie kombinieren klare, modisch inspirierte Formen mit markanten Texturen und zeigen, wie nordische Zurückhaltung und expressive Materialität ein spannungsgeladenes Ganzes ergeben.

Cushions – Farbe, Form und Gefühl

Kissen sind Statements in kleiner Form – sie strukturieren Räume, balancieren Farben aus und schaffen durch ihr Zusammenspiel aus Material, Farbe und Haptik ein Gefühl von Geborgenheit. Ob als grafisches Element, monochromer Akzent oder organisches Texturspiel: Sie definieren, zonieren und verwandeln Möbelstücke in Persönlichkeiten.

In der Gestaltung werden Kissen zunehmend bewusst inszeniert: als textile Skulpturen, als taktile Farbflächen, als modulare Elemente eines sich ständig wandelnden Interiors. Hochwertige Bezüge aus Leinen, Samt, Chenille oder Wolle treffen auf handwerkliche Details, kontrastierende Nähte und subtile Layerings. So entsteht ein textiler Kosmos zwischen Eleganz und Experiment.

Rugs: textile Statements am Boden

Ein Teppich ist nicht bloss ein Teppich. Er ist Bühne, Orientierung, Kulisse – ein zentrales Gestaltungselement zwischen Farbe, Form und Funktion. Teppiche prägen Räume, ohne sie zu dominieren. Sie erzählen Geschichten über Herkunft, Handwerk und Haltung. Und sie tun das im Dialog mit Licht, Material und Massstab. 

Aktuelle Kollektionen zeigen: Teppiche werden bewusster gewählt denn je – als textile Interventionen, die Bodenhaftung mit Ausdruck verbinden. Dabei reicht die Palette von kunstvollen Unikaten bis zu taktilen Basics, von flächigem Minimalismus bis zu skulpturalem Farbspiel. Ob gewebt, getuftet oder geknüpft – jeder Teppich wird zur Bühne für das tägliche Leben.

Ombra by Muller Van Severen für cc-tapis verwandelt Schatten in Farbe – ein poetisches Spiel aus Licht, Material und Form. Die Neuinterpretation von Eileen Grays Teppichdesigns aus Nesselfaser bringt ikonisches Erbe in die Gegenwart und die Kvadrat-Rugs-Kollektion bringt Understatement und Haptik auf einen Nenner – etwa im «Gotlandia»-Look. Die in Handarbeit gefertigten «Quilted Wallworks» und Bodenteppiche von Taroni sind textile Kompositionen in Farbe und Fläche. Der Teppich «Fjord Frost» von der Rockwell Group x The Rug Company verwandelt Natureindrücke in textilen Flow – und bringt Landschaft ins Wohnzimmer.

Curtains: Zwischen Licht und Textur

Vorhänge sind bewegliche Raumfilter, emotionale Zwischenschichten, Atmosphärenverstärker. Ihre Wirkung entfaltet sich im Spiel mit dem Licht – sanft gestreut, weich gebrochen oder bewusst inszeniert. Gerade in einem Wohnumfeld, das sich täglich wandelt, helfen sie dabei, Räume temporär zu gliedern und zugleich sinnlich zu aktivieren.

Zunehmend werden Vorhangstoffe als dynamische Elemente verstanden: transluzent oder deckend, grafisch oder fließend, subtil oder akzentuiert. Je nach Materialität und Webart filtern sie Tageslicht oder verdichten Räume in den Abendstunden zu schützenden Kokons. Technische Textilien mit natürlichen Anmutungen, neue Fasermischungen und innovative Bindungen eröffnen dabei gestalterische und funktionale Spielräume – zwischen Struktur, Farbe und Lichteffekt.

Designstudios und Textilmanufakturen arbeiten mit Layering, Gegensätzen und Transparenzgraden – und schaffen so textile Lichtlandschaften, die sich zwischen Sichtschutz und ästhetischem Statement bewegen. Curtains sind längst nicht mehr nur Rahmen – sie sind Akteure auf der Bühne des Wohnens. Die Vorhangkollektion von Kvadrat Frequency macht Licht sichtbar: mit changierenden Geweben, unterschiedlichen Transparenzstufen und überraschenden Farbrückseiten verwandeln sich Räume je nach Tageszeit in leuchtende Szenenbilder.

Lighting – Mehr als Beleuchtung

Licht ist weit mehr als Funktion. Es ist Stimmungsmacher, Raumbildner und Emotionsverstärker. In einer zunehmend flexiblen Wohnlandschaft übernimmt Licht die Rolle eines unsichtbaren Architekten – es definiert Zonen, schafft Übergänge, bringt Tiefe und richtet den Blick. Aktuelle Leuchtenkollektionen denken Licht nicht als reine Technik, sondern als Ausdruck von Haltung und Identität. Sie setzen auf warme Lichtfarben, dimmbare Szenarien und taktile Materialien. Das Ergebnis: Räume, die reagieren. Auf den Tag. Auf die Stimmung. Auf das Leben.

Von ikonischen Re-Editionen bis zu experimentellen Lichtskulpturen zeigt sich: Wer mit Licht gestaltet, formt mehr als nur Helligkeit – er formt ein Gefühl. Und genau darin liegt die wahre Stärke von Licht: in der Fähigkeit, Architektur sinnlich erfahrbar zu machen.


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