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Mit über 200 Konzerten, internationalen Künstlern sowie einer kulturellen Brücke über den Atlantik verwandelt JazzAscona das Tessin in seiner 42. Ausgabe erneut in ein kleines europäisches New Orleans. 

Wenn an einem Sommerabend plötzlich Brass Bands durch die Gassen ziehen, Jazzklänge über die Piazza Giuseppe Motta wehen und die Seepromenade bis tief in die Nacht zur Bühne wird, dann ist JazzAscona zurück. Vom 25. Juni bis 4. Juli 2026 verwandelt sich das Tessiner Dorf erneut in eine musikalische Hommage an New Orleans – mit Konzerten, Jam Sessions, kulinarischen Entdeckungen und jener entspannten Leichtigkeit, die das Festival seit Jahrzehnten prägt. Dabei lebt es längst nicht nur von grossen Namen. Sein Erfolgsrezept ist das Gefühl, dass an jeder Ecke musiziert wird. Auf den Hauptbühnen direkt am Lago Maggiore, in kleinen Bars, auf Terrassen, zwischen historischen Häuserfassaden oder spontan mitten auf der Strasse. Wer durch Ascona flaniert, entdeckt immer wieder neue Klänge – manchmal geplant, manchmal überraschend. Genau diese Offenheit macht den Reiz des Festivals aus. 

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Gioele Pozzi ©

Jazz als gemeinsame Sprache

Unter der künstlerischen Leitung von Nolan Quinn kehrt die Ausgabe 2026 noch entschlossener zu den Wurzeln des Jazz zurück. Eine Entscheidung, die dem Wunsch des Publikums entspricht und die historische Seele des Festivals bekräftigt. Neben traditionellem Jazz stehen Rhythm & Blues, Funk, Blues und verwandte Genres weiterhin im Mittelpunkt eines stimmigen, aber offenen Programms, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht. New Orleans bleibt das pulsierende Herz von JazzAscona, nicht nur musikalisch, sondern auch wegen der Atmosphäre, die durch die Strassen weht. Zu diesem besonderen Flair tragen die zahlreichen Musikerinnen und Musiker aus der Crescent City ebenso bei wie die an das French Quarter erinnernde Energie, die das Festival durchzieht. Es ist kein Zufall, dass Ascona seit 2022 offiziell eine Partnerstadt von New Orleans ist (Sister Cities): eine kulturelle und menschliche Verbindung, die JazzAscona Jahr für Jahr erneuert und so eine authentische musikalische Brücke über den Atlantik schlägt. 

Das von Adonis Rose – seines Zeichens Grammy Award Winner – kuratierte Programm 2026 vereint junge Talente, lokale Formationen und grosse Stars der Szene. Zu den originellsten Stimmen der neuen Generation zählt Sabine McCalla, eine Singer-Songwriterin mit raffiniertem Songwriting, die haitianische Traditionen und Folk mit einem persönlichen, erzählerischen Stil zu verweben versteht. Auch Sean Ardoin, Zydeco-Star und mehrfacher Grammy-Nominierter, kehrt nach Ascona zurück. Mit grosser Spannung erwartet werden zudem unter anderem die Band NOJO5 mit Glen David Andrews, Fred Wesley, Radius (Gewinner des Publikumspreises), Torsten Goods, das Adonis Rose & Philip Manuel Ensemble sowie die Swiss Armed Forces Big Band. Den Abschluss des reichhaltigen Konzertkalenders bildet Vincen García, einer der innovativsten Bassisten des europäischen Jazz-Funk. 

Und der Swiss Jazz Award 2026 geht an …

… die Freiburger Pianistin und Komponistin Manon Mullener. Der Preis wird jährlich im Rahmen von JazzAscona verliehen und würdigt etablierte sowie aufstrebende Schweizer Musikerinnen und Musiker, die auch international tätig sind. Laut Jurybegründung «hat sich Manon Mullener durch eine intensive Konzerttätigkeit ausgezeichnet, sowohl als Solopianistin als auch als Bandleaderin ihres eigenes Ensembles. Ihre Karriere hat in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum erfahren, welches sie auf die wichtigsten Jazzbühnen weltweit geführt und zu einer prägenden Persönlichkeit der Schweizer Jazzszene gemacht hat». Die Preisverleihung findet am 2. Juli 2026 unmittelbar vor ihrem Konzert im Rahmen von JazzAscona statt. 

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Jack An ©

Der Sound für alle

Der freie Zugang zur Musik gehört seit jeher zu den Grundpfeilern von JazzAscona. Auch 2026 ist der Eintritt zu den über 200 Konzerten kostenlos. So entsteht ein Erlebnis, das weit über die klassische Jazzszene hinausreicht. Familien, Feriengäste, Musikfans und spontane Besucher begegnen sich hier ganz selbstverständlich zwischen Konzerten, Restaurants und den Uferpromenaden des Lago Maggiore. Vielleicht ist genau das das Besondere an JazzAscona: Man kommt wegen eines Konzerts und bleibt wegen des Lebensgefühls. Für zehn Tage fühlt sich Ascona ein wenig wie New Orleans en – nur mit Palmen, Seebrise und Tessiner Sommernächten. 

JazzAscona


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