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Zwischen Holzstruktur, Hochgebirgspanorama und alpiner Gastfreundschaft eröffnet im Südtiroler Trafoi ein aussergewöhnliches Architektur-Hideaway. Wenn Matteo Thun über das neue Bella Vista Hideaway spricht, erzählt er nicht von Architektur. Er spricht von Adlern, von Kindheitserinnerungen und von der Stille der Berge.

Genau daraus entstand am Fusse des Ortlers, mitten im Stilfserjoch-Nationalpark, ein Erweiterungsbau, der sich weniger als Hotel versteht, denn als Teil der Landschaft. Für das traditionsreiche Bella Vista in Trafoi entwarf der Südtiroler Architekt gemeinsam mit seinem Team eine organisch geformte Holzstruktur, die sich wie ein schützendes Nest um das Gebäude legt. Die Architektur lebt von ihrer Leichtigkeit. Ein filigranes Holzgeflecht umhüllt die Fassade, grosszügige Verglasungen öffnen die Räume zur Bergwelt und lassen die Grenzen zwischen Innen und Aussen verschwimmen. Die eigentliche Hauptrolle spielt dabei nicht das Gebäude selbst, sondern das Panorama des Ortler-Massivs.

Mit der Eröffnung des neuen Hideaways erweitert das familiengeführte Haus sein Angebot um 24 Suiten, die konsequent auf Ausblick und Rückzug ausgerichtet sind. Grosse Fensterflächen rahmen die Gipfel wie Landschaftsbilder, natürliche Materialien schaffen eine ruhige, zeitlose Atmosphäre. Auch im Interior setzt sich die enge Verbindung zur Natur fort. Die Innenräume wurden von Christina Biasi von Berg (Studio Biquadra) gestaltet, einer langjährigen Wegbegleiterin von Matteo Thun. Entstanden sind Räume, die nicht beeindrucken wollen, sondern beruhigen.

Opening Bellavista Hideaway von Matteo Thun5
Matteo Thun & Partners, Hotel Bella Vista, Luca Visciani, Daniel Merler ©

Zum neuen Gebäudeteil gehören zudem ein Adults Spa mit Infinity-Pool über der Trafoier Schlucht, Panorama-Sauna, Yoga- und Ruheräume sowie die «Nature Arena», ein Rückzugsort unter freiem Himmel mit Blick auf die umliegenden Dreitausender. Eine besondere Geschichte erzählt das neue «Home of Gold»: Die Lounge mit Kamin widmet sich der Karriere von Ski-Legende Gustav Thöni, der das Hotel gemeinsam mit seiner Familie führt. Die langjährige Freundschaft zwischen Thöni und Matteo Thun war schliesslich auch Ausgangspunkt für das gesamte Projekt.

So ist am Ortler kein spektakulärer Solitär entstanden, sondern eine Architektur, die sich bewusst zurücknimmt. Ein Haus, das den Bergen den Vortritt lässt – und gerade deshalb in Erinnerung bleibt.


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