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Von der Kinoleinwand auf die Rennstrecke: Warum die Kooperation der beiden Luxus-Ikonen im Jahr 2026 eine Geschichte vollendet, die mit Sean Connery und einer Navitimer begann.

Es gibt Marken-Partnerschaften, die klingen nach Marketing-Strategie. Und es gibt solche, die klingen nach Schicksal. Wenn Breitling nun offizieller Partner von Aston Martin wird, ist das keine profane Sponsoring-Meldung – es ist das späte Ja-Wort eines Paares, das schon 1965 Filmgeschichte schrieb.

Man schreibe das Jahr 1965. In den Kinos läuft «Thunderball» (Feuerball). Sean Connery – für mich noch immer DER James Bond – verkörpert den Inbegriff des Gentlemans mit der Lizenz zum Töten. Zwei Dinge definierten in diesem Film seinen Stil: In den Verfolgungsjagden steuerte er den legendären Aston Martin DB5, an seinem Handgelenk tickte jedoch – als erstes von «Q» modifiziertes Gadget überhaupt – eine Breitling Top Time. Dass diese beiden Ikonen der britischen Eleganz und Schweizer Präzision über 60 Jahre brauchten, um auch offiziell «einen Ring an den Finger zu stecken», ist fast schon ein Skandal. Doch im Februar 2026 schliesst sich dieser Kreis endlich.

Aston Martin x Breitling
Breitling, Aston Martin ©

Zeitloses Design trifft auf 300 km/​h

Breitling-CEO Georges Kern bringt es auf den Punkt: «Bei Aston Martin geht es um Präsenz und Leistung. Jede Linie hat eine Funktion.» Das gilt für den neuen Formel-1-Boliden AMR26 genauso wie für die Uhr, die diese Partnerschaft besiegelt: die Navitimer B01 Chronograph 43 Aston Martin Aramco.

Die Rückkehr der «Drivers’ Watch»

Obwohl die Navitimer mit ihrem berühmten Rechenschieber eigentlich als Navigationsinstrument für Piloten konzipiert wurde, eroberte sie schon früh den Asphalt. Rennsport-Legenden wie Jim Clark und Graham Hill trugen sie bereits in den 50er-Jahren bei ihren Grand Prix – sie schätzten die Uhr als «Handgelenk-Cockpit».

Die neue Sonderedition verneigt sich vor dieser Ära. Limitiert auf 1959 Stück – ein Gruss an das Jahr, in dem Aston Martin erstmals in die Formel 1 startete – kommt sie in einem Materialmix daher, der nach Boxengasse riecht:

  • Titan: Erstmals in der Geschichte der Navitimer wird das Gehäuse aus diesem ultraleichten Hightech-Metall gefertigt.
  • Racing Green: Das Zifferblatt aus Karbon trägt das ikonische Grün, das im Motorsport für britisches Understatement steht.
  • Der Look: Das geprägte Lederarmband erinnert an die Renngurte der klassischen Boliden.
Aston Martin Breitling
Breitling, Aston Martin ©

Ein Hauch von Hollywood in der Boxengasse

Wenn im März 2026 beim Grossen Preis von Australien das Breitling-Logo auf den Rennwagen glänzt, wird die Zeit von zwei Generationen gemessen: der des zweifachen Weltmeisters Fernando Alonso, der wie kein Zweiter für die Beständigkeit des Erfolgs steht, und der des aufstrebenden Talents Jak Crawford, der 2026 sein Debüt als Stammfahrer gibt. Das ist mehr als Werbung. Es ist die Erinnerung an eine Zeit, in der Kultiviertheit auf Geschwindigkeit traf. In einer Welt, die immer digitaler wird, ist diese Partnerschaft ein Plädoyer für das Mechanische. Für den Moment, in dem der Chronograph gedrückt wird und der Motor aufheult. Oder wie es Adrian Hallmark, CEO von Aston Martin, ausdrückt: «Spitzenleistung und virtuoses Design.»

Aston Martin x Breitling5
Breitling, Aston Martin ©

Sean Connery hätte vermutlich nur kurz die Augenbraue hochgezogen, die Krone seiner Breitling gerichtet und den Motor seines Aston Martin angelassen. Er hätte gewusst, dass es im Leben – wie im Rennen – auf das richtige Timing ankommt. Ganz im Sinne seines legendären Ausspruchs von 1965: «Manche Leute spielen eben mit dem Feuer, und manche werden dabei verbrannt.»

Dank der neuen Partnerschaft zwischen Breitling und Aston Martin wissen wir nun wenigstens auf die Millisekunde genau, wie schnell man unterwegs sein muss, um das Feuer zu beherrschen, ohne sich die Finger zu verbrennen. James Bond hat es eben schon damals gewusst.


Fun Fact: Die Kuriosität am Rande

Die Geburtsstunde der Geschwindigkeitsmessung: Breitling als Albtraum der Raser. Bevor Breitling die Rundenzeiten von Formel-1-Boliden stoppte, rüstete die Marke bereits 1907 die Schweizer Polizei aus. Der Taschenchronograph «Vitesse» war so präzise, dass er zum weltweit ersten verlässlichen Instrument für die amtliche Feststellung von Tempoverstössen wurde. Dass Breitling heute die PS-Monster von Aston Martin offiziell begleitet, ist also die charmanteste Form der historischen Wiedergutmachung: Man misst die Geschwindigkeit nun nicht mehr, um sie zu sanktionieren, sondern um sie zu feiern.


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