Mehr Natur, mehr Leben, mehr Garten. Die Jubiläumsausgabe der Giardina 2026 in Zürich zeigt den Garten von morgen.
Für viele Gartenbegeisterte ist sie ein Pflichttermin im Kalender, für andere eine kleine Auszeit vom Alltag. Die Giardina in Zürich ist beides: Inspirationsquelle und Wohlfühloase zugleich. Bereits beim Messe-Eingang empfängt eine Gärtnerei die Besucherinnen und Besucher mit einheimischen Tulpensträussen – und erinnert daran, nebst neuen Gartenideen auch ein Stück Frühling mit nach Hause mitzunehmen. Zu den Highlights gehörten auch in diesem Jahr die rund 20 begehbaren Gartenwelten.
Der Garten wird zum Lebensraum
Beim Rundgang durch die Hallen wird schnell klar: Der Garten ist längst mehr als nur Rasen und Rabatte. Die diesjährige Ausgabe der Giardina zeigt, wohin sich die Gartengestaltung entwickelt – hin zu mehr Natur, mehr Aufenthaltsqualität und mehr Persönlichkeit. Das Leitthema «Der Baum – Die Seele des Gartens» stellt den Baum ins Zentrum und setzt damit ein klares Zeichen. Gärten werden klimatauglicher geplant, langfristiger gestaltet und stärker als Lebensraum gedacht. Und Bäume spenden bekanntlich nicht nur Schatten, sondern erzählen Geschichten von Generationen.
Naturgärten, Gestaltung und neue Gartenräume
Ein klarer Trend ist der Naturgarten. Wildstauden, einheimische Pflanzen und insektenfreundliche Lebensräume spielen eine immer wichtigere Rolle. Statt perfekt geschnittener Rasen sind strukturreiche Pflanzungen, Wiesenflächen und natürliche Übergänge gefragt. Biodiversität wird damit nicht nur zum ökologischen Anliegen, sondern auch zum gestalterischen Element. Gleichzeitig wird der Garten immer mehr zum Wohnraum. Lounges, Outdoor-Küchen, Feuerstellen, Pergolen sowie Wasser- und Wellnessbereiche machen den Garten zum erweiterten Wohnzimmer. Hochwertige, langlebige Materialien wie Naturstein, Holz und Keramik prägen das Bild und unterstreichen den Anspruch, den Garten als dauerhaften Lebensraum zu gestalten. Aber auch kleinere Flächen rücken stärker in den Fokus. Balkone, Terrassen und Stadtgärten werden durchdacht angeordnet – mit vertikaler Begrünung, multifunktionalen Möbeln und flexiblen Pflanzsystemen. Gute Gartengestaltung ist damit längst keine Frage der Grösse mehr, sondern der Idee.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Mastergarten des britischen Landschaftsarchitekten Tom Stuart-Smith. Seine über 240 Quadratmeter grosse Gartenanlage überzeugte mit ruhiger Formsprache, präziser Materialität und einer eindrucksvollen Bauminszenierung. Der international renommierte Gartengestalter setzte damit einen der Höhepunkte und unterstrich die wachsende Bedeutung hochwertiger Gartenarchitektur. Auch die weiteren Projekte stiessen auf grosses Interesse beim Publikum. So präsentierte etwa der Showgarten von JardinSuisse die Nelke als Pflanze des Jahres in überraschend moderner Interpretation.
Der Garten der Zukunft
Die 25. Ausgabe der Giardina zeigte nicht nur neue Gartentrends, sondern auch, wie sich das Verhältnis zum Garten verändert: weg vom makellosen, durchgestylten Grün, hin zum lebendigen Garten. Oder anders gesagt: Der Garten wird wieder zu dem, was er immer war – ein Ort zum Leben.
Und die Tulpen beim Messe-Eingang? Die hielten zu Hause fast zwei Wochen. Die Giardina liefert also nicht nur Blumen, sondern auch Inspiration, die bleibt. Und manchmal hält beides länger, als man denkt.
Die nächste Ausgabe der Giardina – Leben im Garten findet vom 10. bis 14. März 2027 statt.
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