Ein Blick in die Welten von Oki Sato, Patricia Urquiola, Karim Rashid, Tej Chauhan und Naoto Fukasawa zeigt, wie unterschiedlich Design gedacht, gefühlt und gelebt werden kann.
Design ist so facettenreich wie die Menschen, die es prägen. Von verspielter Leichtigkeit bis zu radikaler Reduktion, von emotionaler Formensprache bis zu futuristischen Visionen – jeder dieser Designer findet einen eigenen Zugang, um Ideen in bahnbrechende Ergebnisse zu verwandeln.
Oki Sato – Design zum Staunen
Oki Sato, Gründer des japanischen Designstudios nendo, gilt als einer der stillen Stars der internationalen Designszene. Mit klaren Linien und feinem Humor verwandelt er Alltägliches in Momente des Staunens. Sein jüngstes Prestigeprojekt, der Japan-Pavillon für die Expo 2025 in Osaka, zeigt, wie er Tradition und Zukunft verbindet. Sein Motto: Minimale Eingriffe sollen Objekten und Räumen unerwartete Wendungen verleihen. Internationale Bekanntheit erlangte er mit Projekten wie dem«Cabbage Chair» für Friedman Benda, der«Deep Sea»-Kollektion für Glas Italia oder den Issey-Miyake-Stores in Tokio.
nendo.jp
Patricia Urquiola – ästhetische Alleskönnerin
In der Hotel-Szene ist Patricia Urquiola mit ihrer unverwechselbaren Handschrift zur absoluten Ikone avanciert. Ihr exemplarischer Einsatz von Holz- und Steinelementen, kombiniert mit üppigen Textilien, strategisch platziertem Glas und kontrastierenden Farben zeichnet einige der besten Hotels unserer Zeit aus, darunter das visionäre«il Sereno» am Comer See, das opulente«Mandarin Oriental Barcelona» oder das charmante«Six Senses Rome». Die Spanierin ist zusätzlich zu ihren Hospitality-Projekten eine der gefragtesten Produktdesignerinnen im Business.
patriciaurquiola.com
Karim Rashid – optimistisches Design
Mit über 4’000 Produkten in Produktion, mehr als 400 Auszeichnungen und Projekten in über 40 Ländern, ist Karim Rashid eine der markantesten Stimmen des zeitgenössischen Designs. Sein Credo: Design ist kein Luxusgut, sondern eine kulturelle Kraft, die das Leben von Millionen Menschen verbessern kann. Rashid bewegt sich mit Leichtigkeit zwischen Luxus und Demokratisierung. Typisch für ihn: brillante Farben und organisch-weiche Formen.
karimrashid.com
Tej Chauhan – visionärer Formgeber
Ob ikonische Uhr, Autoreifen oder Festnetztelefon – Tej Chauhan gestaltet Produkte, die nicht nur funktionieren, sondern berühren. Bekannt wurde er durch sein«Emotive Industrial Design», etwa beim Colombo-Telefon für Nokia: ein radikaler Bruch mit grauen Rechtecken und starren Formen – und ein voller Erfolg. Für Rado interpretierte Chauhan die ikonische«DiaStar Original» neu und wagte sich an Materialien wie Kautschuk, ohne dabei in klassische Sportuhren-Optik zu verfallen. Was ihn antreibt? Die Balance zwischen Funktion, Emotion und Form.
tejchauhan.com
Naoto Fukasawa – Alltägliches perfektioniert
Nach dem Motto«Without Thought» entwirft Naoto Fukasawa Objekte, die so vertraut wirken, dass man sie benutzt, ohne darüber nachzudenken. Ikonen wie der ‑Muji-CD-Player (1999) oder der«Hiroshima Chair» (2008) verdeutlichen diese Haltung. Fukasawa reduziert Formen auf das Wesentliche, verbindet subtile Perfektion mit natürlichen Materialien. Sein Konzept«Super Normal», gemeinsam mit Jasper Morrison entwickelt, würdigt die Zeitlosigkeit von Alltagsobjekten. Heute reicht sein Werk von Möbeln über Elektronik bis zu spielerischen Skulpturen.
naotofukasawa.com
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