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Die Sicherheit sollte bei der Geldanlage für Kinder im Vordergrund stehen. Wer heute für die Ausbildung, die erste Wohnung oder die finanzielle Unabhängigkeit der eigenen Kinder vorsorgen will, stösst mit klassischen Spar-Methoden leider schnell an Grenzen. Die Zinsen eines Sparkontos sind zwar am sichersten, mit Investitionen holen Eltern aber mehr für die finanzielle Zukunft der Kinder heraus.

Klassisches Sparen fühlt sich im ersten Moment gut an: Es ist berechenbar. Der vereinbarte Zinssatz auf dem Sparkonto steht fix, und die Zahl auf dem Kontoauszug wird zumindest nicht kleiner. Doch diese vermeintliche Sicherheit bedeutet auch einen sicheren Verlust: Da die Zinsen seit Jahren auf einem historisch niedrigen Niveau verharren, liegt die Rendite fast immer unterhalb der Teuerungsrate. Das bedeutet: Wer heute fix spart, verliert inflationsbedingt garantiert an Kaufkraft. Das Geld wird zwar nicht weniger, aber man kann sich in Zukunft schlichtweg weniger dafür kaufen.

Tipps für Eltern vom Investitions-Experten.

Sascha Kever, Chief Investment Officer der Cornèr Bank, bringt das Problem im Gespräch auf den Punkt: «Die Inflation reduziert langsam die Kaufkraft. Seit über einem Jahrzehnt sind die Zinssätze in der Schweiz bis nahe an die Nullgrenze gesunken und waren zeitweise sogar negativ. Dies bringt einen erheblichen Nachteil für all jene mit sich, die ihr Geld auf einem Sparkonto liegen haben.»

«[Aktien] bieten zwar keinen perfekten, aber dennoch einen wirksamen indirekten Schutz gegen die Inflation und sind somit ein wesentlicher Baustein für eine langfristige Zukunftsplanung.» Sascha Kever
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Provided ©
Sascha Kever

Um das Vermögen für die nächste Generation wirksam zu schützen, ist strategisches Investieren absolut empfehlenswert. Viele Eltern schrecken vor dem Thema Börse zurück, weil sie unkalkulierbare Risiken fürchten. Doch wer die grundlegenden Mechanismen versteht, kann das Risiko beim Vermögensaufbau für Kinder minimieren. Kever empfiehlt einen Richtungswechsel bei der langfristigen Zukunftsplanung: «Es ist besonders sinnvoll, das Geld in Realwerte, wie Aktien, zu investieren. Diese bieten zwar keinen perfekten, aber dennoch einen wirksamen indirekten Schutz gegen die Inflation und sind somit ein wesentlicher Baustein für eine langfristige Zukunftsplanung.»

Der Fondssparplan: Diversifikation bändigt das Risiko.

Die Skepsis vieler Eltern gegenüber Investments rührt meist von der Angst vor unvorhersehbaren Marktschwankungen her. Genau hier liegt der konzeptionelle Vorteil eines Fondssparplans: Das Risiko wird nicht auf ein einzelnes Unternehmen konzentriert, sondern systematisch verteilt. «Ein Fonds enthält eine Vielzahl verschiedener Wertpapiere und reduziert dadurch das Risiko erheblich. Man ist nicht von der Entwicklung einer einzelnen Aktie oder einer kleinen Gruppe von Titeln abhängig, sondern profitiert von der Entwicklung eines gesamten Marktes», erklärt Kever.

Wer auf einzelne, heute solide wirkende Marktführer setzt, geht laut dem CIO von Cornèr ein unnötiges Risiko ein: «Die Börsenentwicklung zeigt, dass viele Börsenführer vom Beginn dieses Jahrhunderts heute kaum noch eine Rolle spielen. Gleichzeitig entstehen ständig neue Branchen und Unternehmen, die schnell wachsen. Mit einem Fonds ist man automatisch breit aufgestellt und nimmt an diesen neuen Entwicklungen teil.»

Bei einem Sparplan profitieren Sie ausserdem vom Kostendurchschnittseffekt, da bei regelmässigen Einzahlungen die Marktschwankungen geglättet werden. Das heisst, dass bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden. 

Der Faktor Zeit: Warum Zyklen kein Grund zur Sorge sind.

Wirtschaftliche Entwicklung verläuft nie geradlinig, sondern in Zyklen. Für kurzfristig orientierte Anleger kann dieses Auf und Ab problematisch sein. Beim Sparen für Kinder greift jedoch ein entscheidender Hebel: der lange Anlagehorizont. Wer früh beginnt, hat bis zur Volljährigkeit oder dem Studium des Kindes 10, 15 oder 18 Jahre Zeit.

«Wer langfristig investiert, gewinnt in der Regel.» Sascha Kever

Kever betont, dass historische Daten hier eine klare Sprache sprechen: «Die Geschichte zeigt uns: Wer langfristig investiert, gewinnt in der Regel. Bei einem Anlagehorizont von mindestens 5 bis 7 Jahren gleichen sich diese Zyklen historisch gesehen aus.» Das Abwarten auf den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt erweist sich in der Praxis oft als Trugschluss. Viel wichtiger als das perfekte Timing ist die Dauer der Investition. «Der beste Zeitpunkt ist so früh wie möglich. Da sich Marktbewegungen nicht vorhersagen lassen, führt das Warten – etwa auf die nächste Korrektur – oft dazu, dass man den wertvollen Zeiteffekt verpasst. Gerade die Dauer der Investition ist tendenziell der wichtigste Faktor für Rendite und Performance: Je länger der Anlagezeitraum ist, desto eher profitiert man von einem attraktiven Durchschnittskurs, wodurch das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts minimiert wird.»

Fazit: Wer die finanzielle Basis für die nächste Generation legen will, sollte nicht auf den perfekten Moment warten – sondern dem Faktor Zeit die Arbeit überlassen.

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Was Eltern über Investments wissen müssen.

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