Vor der imposanten Kulisse des Eigers entstehen aus tonnenschweren Schneeblöcken filigrane Kunstwerke. Bereits zum 41. Mal verwandelt das World Snow Festival Grindelwald in eine Open-Air-Galerie und lädt dazu ein, vergängliche Kunst hautnah zu erleben.
Zunächst präsentieren sich die Schneeblöcke roh, reglos und ziemlich emotionsbefreit. Massive, drei Meter hohe Gebilde aus verdichtetem Schnee, die im Zentrum von Grindelwald eher an überdimensionierte Findlinge erinnern. Aber mit dem Einsatz der Werkzeuge erwacht der Schnee zum Leben. Zentimeter um Zentimeter, Schicht für Schicht wird die Schneemasse mit Handsäge, Schaufel, Spitzhacke und Spachtel abgetragen. Nach einer Woche intensiver Arbeit entstehen faszinierende Figuren und architektonische Wunderwerke, geschaffen von internationalen Künstlerteams mit Kreativität, Geschick und Liebe zum Detail.
Seit 1983 gehört das Schneeskulpturen-Festival fest zum winterlichen Veranstaltungskalender des Eiger-Dorfs. Auslöser war damals ein japanischer Künstler, der mit seiner monumentalen, aus Schnee gehauenen Heidi im Zentrum von Grindelwald für grosses Aufsehen sorgte. Was ursprünglich als einmaliges Kunstprojekt gedacht war, entwickelte sich in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem international renommierten, kulturellen Winter-Highlight. Alljährlich im Januar lädt das berühmte Bergdorf im Berner Oberland zum World Snow Festival auf den Eiger & Nordwandplatz und Bärplatz ein.
Unter dem Motto «Mythen und Legenden» steht die 41. Ausgabe ganz im Zeichen sagenhafter Gestalten, märchenhafter Formen und epischer Szenen. Neben der Schweiz sind Teams aus den Niederlanden und den USA, aus Deutschland, Österreich, Schweden, Spanien, Grossbritannien, Frankreich und Italien vertreten. Am Ende der Festivalwoche bewerten sie ihre eiskalten Kunstwerke gegenseitig nach Aktualität, Originalität und handwerklichem Können. Auch das Publikum ist eingeladen, seine Lieblingsskulptur zu wählen.
Wer Grindelwald während des Festivals einen Besuch abstattet, kann den Künstlerinnen und Künstlern direkt bei der Arbeit zuschauen, ihnen über die Schulter blicken und den Entstehungsprozess der beeindruckenden Schneekunst hautnah miterleben.
Wann: 19. bis 24. Januar 2026
grindelwald.swiss
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