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Für moments öffnet der Fotograf vom Red Carpet in Cannes exklusiv sein Foto-Album und gibt Highlights aus der fotografischen Familiengeschichte preis.

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes gehen noch bis 25. Mai 2024 in ihre 75. Runde und keiner kommt so nahe an die Stars heran wie Gilles Traverso. Die Filmfestspiele von Cannes waren schon immer und von Anfang an ein Medienereignis. Früher wurden zwar die Wettbewerbsfilme unter Ausschluss der Fotografen gezeigt, doch die Festlichkeiten unter freiem Himmel boten den «Paparazzi» die nötige Abwechslung. Zahlreiche Stars tummelten sich auf dem roten Teppich, in Konvois, offenen Autos und Kutschen zogen sie durch die Stadt.

Drei Generationen der Familie Traverso, italienische Einwanderer, die Ende des 19. Jahrhunderts über die Grenze nach Frankreich kamen, haben das Festival von Beginn an mit all seinen offiziellen Terminen, Paraden und Partys fotografisch festgehalten. Auguste Traverso, Gilles Grossvater, fotografierte Louis Lumière, als der Erfinder der Filmkamera im September 1939 zu Beginn des ersten Festivals eintraf. Zwei Tage später wurden die Festspiele aufgrund des Krieges abgebrochen. Als das Festival 1946 wieder aufgenommen wurde, übernahm Augustes Sohn Henri, Gilles Vater, das Geschäft.

Mittlerweile hat Gilles die Fäden bzw. die Kamera selbst in der Hand und fotografiert Stars und Sternchen auf dem Red Carpet. Dass sich einiges geändert hat, weiss der Fotograf nur zu gut: 

«Zur Zeit meines Vaters bzw. meines Grossvaters gab es weniger Fotografen und auch weniger unbekannte Schauspieler. Da tummelten sich auch Schauspielgrössen wie Elizabeth Taylor auf dem roten Teppich. Die genoss das Blitzlichtgewitter so sehr, dass die Filmvorführung um eine halbe Stunde später begann. Das konnte sich eine Liz Taylor nun mal leisten. Auch Grace Kelly posierte wild vor den Kameras im Hafen und einmal lud sie meinen Vater sogar zum Aperitif ein.»

Gilles Traverso hat derart viele Bilder in seinem Fundus, dass er immer wieder Ausstellungen mit einem «Best of Cannes» macht. Hier und zwar nur hier kann man Bilder von Tag 1 der Filmfestspiele in Cannes bis heute bestaunen.

Gilles Traverso im Gespräch

Wie sieht ein Arbeitstag bei den Festspielen in Cannes aus?
Ich bin sehr früh morgens beim Palais des Festivals de Cannes und bringe mich in Position. Die Fotografen bekommen eine Nummer und einen fixen Platz, somit ist alles geordnet und man weiss, wo sein Arbeitsplatz ist. Ich beginne um 8:30 Uhr morgens und fotografiere teilweise bis 1.00 Uhr morgens.

Wie viele Bilder macht man in diesem Zeitraum?
Das kann ich schwer sagen. Ich bin keiner, der Hunderte Bilder macht, damit eines dabei ist, das passt. Ich bearbeite die Bilder danach auch nicht sonderlich. Ein nicht perfektes Bild gefällt mir manchmal noch besser, weil es im Moment entstanden ist. Aber am Ende des Festivals habe ich immer mehr als 10.000 Bilder gemacht.

Die Bilder kann man auch in Ausstellungen bewundern. Gibt es Bilder, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind?
Natürlich. Ich habe schon viele Ausstellungen gemacht, in London, Tokio, Brisbane, Paris – und natürlich auch in Cannes. Und manche Bilder wurden noch nie veröffentlicht oder ausgestellt. Meine Ausstellungen sind also immer für eine Überraschung gut. Man weiss nie, ob nicht doch ein noch nie veröffentlichtes Bild gezeigt wird.

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Buffet setzte sich in seiner Kunst mit den düsteren Aspekten des Lebens auseinander: Tod, Hunger und Ekel waren zentrale Themen in seinen kargen Stillleben und den Porträts abgemagerter, blasser Figuren. Sein Ziel war es, die Tristesse der Pariser Nachkriegszeit mithilfe seines unverwechselbaren figurativen Stils darzustellen. In seinen Zwanzigern wurde er als gefeierter Künstler-Pop-Star bekannt und gehörte neben Brigitte Bardot, Françoise Sagan, Roger Vadim, Yves Saint Laurent und anderen zur High Society Frankreichs. Der Hype um ihn hielt allerdings nicht lange an. Der Künstler, der Elend darstellte und sich selbst vor seinen Schlössern und Anwesen ablichten liess, wurde nicht mehr ernst genommen. Heute betrachten wir seine Werke mit neuen Augen und erkennen in der Mischung aus existenzialistischen Bildthemen und einem stereotypen Malstil eine eigene Qualität, die vor allem von einer schnelllebigen Subkultur, in der Glamour und Pop nebeneinander existierten, geprägt wird.

kunstmuseumbasel​.ch

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