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Wenn der Schnee die Landschaft in Stille taucht, beginnt eine andere Art des Wanderns.

Schneeschuhlaufen ist Bewegung im Rhythmus der Natur – entschleunigt, meditativ und frei von Pistenlärm. Die Schweiz bietet dafür unzählige Trails, von sanft bis sportlich, von panoramareich bis verborgen im Wald.


Aletsch Arena (VS) – im Bann des grössten Gletschers der Alpen

Über den Aletschgletscher zu blicken, ist immer ein Erlebnis. Noch intensiver wird es auf Schneeschuhen: Von der Bergstation Bettmerhorn führen markierte Trails wie der Moosfluh-Panoramapfad oder die Route Riederalp-Hohfluh über verschneite Plateaus mit Sicht auf das UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Die Routen sind zwischen Dezember und März offen, neu werden auch Vollmondtouren angeboten – ein eindrückliches, fast schon spirituelles Erlebnis.


Engadin (GR) – Licht, Weite und Winterruhe

Zwischen Pontresina und Sils zeigen sich einige der schönsten Schneeschuhtrails der Schweiz. Der Val-Morteratsch-Trail führt entlang des Morteratschgletschers, der Rundweg ins Val Fex durch weite, stille Ebenen. Besonders am Morgen, wenn das Licht über die Engadiner Berge wandert, entfaltet sich jene Weite, die der Region ihren unverwechselbaren Charakter gibt.

Engadine Vextal Cr Schweiz Tourismus
Schweiz Tourismus ©
Val Fex

Obergoms (VS) – auf alten Spuren durchs Hochtal

Das Goms im Oberwallis ist ein Klassiker für Langlauf – und für Schneeschuhläuferinnen und Schneeschuhläufer. Zwischen Münster und Oberwald führen markierte Trails über gefrorene Bäche und an traditionellen Walliser Holzhäusern und Speichern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert vorbei. Besonders eindrücklich ist der Rundweg von Reckingen zur Kapelle Stalen. Letztere wurde 1707 errichtet und ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht. 


Toggenburg (SG) – Winter zwischen Chäserrugg und Wildhaus

Das Toggenburg bietet eine gelungene Mischung aus Zugänglichkeit und alpiner Grösse. Der Sellamatt-Rundtrail ist ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger und bietet freie Sicht auf die Churfirsten. Anspruchsvoller wird es auf der Route zur Alp Hinterrugg auf über 2000 Metern. Die von Herzog & de Meuron entworfene Bergstation Chäserrugg aus regionalem Fichten- und Tannenholz fügt sich mit einer schlichten, archaischen Struktur in die Landschaft – Architektur, die sich der Natur unterordnet.


Naturpark Gantrisch (BE/FR) – wo Stille spürbar wird

Zwischen Bern und Freiburg liegt ein Gebiet, das wie geschaffen ist für ruhige Wintertage. Vom Gurnigel oder Schwefelbergbad führen Schneeschuhtrails durch verschneite Wälder und über weite Lichtungen. Besonders schön ist die Route zur Walalp mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Wer das Besondere sucht, kann sich einer geführten Nachtwanderung anschliessen – eine Erfahrung, die mehr mit Achtsamkeit als mit Abenteuer zu tun hat.


Einsiedeln & Sihlsee (SZ) – Winteridylle mit Weitblick

Rund um Einsiedeln zeigen sich die Hügel der Innerschweiz von ihrer stillen Seite. Der Rundtrail Bennau-Sihlsee führt über weite Schneeflächen, vorbei am teilweise gefrorenen Sihlsee und mit Blick auf die Mythen-Berggipfel. Besonders beliebt ist der Panoramatrail Egg, ein leichter Rundkurs mit rund 150 Höhenmetern – perfekt für alle, die den Winter lieber ruhig erleben.

Einsiedeln Cr Schweiz Tourismus
Schweiz Tourismus ©
Einsiedeln

Bosco Gurin (TI) – das stille Weiss im Süden

Das höchstgelegene Dorf des Tessins, Bosco Gurin auf 1500 Metern, ist ein Ort, an dem der Winter noch nach Schnee riecht. Der Grossalp-Trail führt in rund zwei Stunden durch Lärchenwälder und über offene Schneeflächen. Wer danach das Ggurijnar-Museum in Bosco Gurin besucht, erfährt mehr über die alemannische Walserkultur, die dieses abgelegene Tal ab dem 13. Jahrhundert geprägt hat – Geschichte und Landschaft gehen hier eine selten harmonische Verbindung ein.

Bosco Gurin Cr Schweiz Tourismus
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Bosco Gurin in der Nacht

Gut zu wissen: Saison und Sicherheit

Die Schneeschuhsaison dauert in der Schweiz je nach Region von Dezember bis April, in höheren Lagen wie im Engadin oder Obergoms oft bis in den Mai. Vor jeder Tour gilt: Lawinenbulletin prüfen, markierte Routen bevorzugen und sich auf wechselnde Bedingungen einstellen. 


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