Das LAC Lugano erweckt eine der wohl diabolischsten Figuren der Literaturgeschichte zu neuem Leben.
Shakespeare greift in dem zwischen 1591 und 1592 geschriebenen «Richard III.», wie zuvor in Heinrich VI., Teil I – III, den sogenannten Rosenkrieg auf, der von 1455 – 1485 zwischen den Häusern Lancaster und York um den englischen Königsthron ausgetragen wurde. Nach dem Sieg über das Haus Lancaster und der Ermordung König Heinrichs VI. und seines Sohns Edward in der Schlacht von Tewkesbury ist Richards Bruder Edward IV. König von England. Doch Richard, Herzog von Gloucester, trachtet nach dem Thron. Seit jeher zog das historische Drama sein Publikum in den Bann und faszinierte es mit den gewalttätigen, manipulativen und einsamen Seiten des Protagonisten. Die versierte ungarische Regisseurin Kriszta Székely nimmt sich nun der beeindruckenden literarischen Figur des Herzogs von Gloucester – interpretiert vom zweifachen Premio Ubu-Gewinner Paolo Pierobon – an. In ihrer Inszenierung des Stücks wird Richard III. zu einer scharfen und bitteren Kritik an Machthunger und Selbstbestätigung, die jedes totalitäre Regime auszeichnet.
LAC Lugano
Richard III.
05. und 06. April 2023 | 20.30 Uhr
luganolac.ch
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