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Cornèrcard und WWF setzen sich für die Rückkehr des Lachses in Schweizer Gewässer ein.

Der WWF Schweiz kämpft leidenschaftlich für die Rückkehr des Lachses in die Schweizer Gewässer. Seine Vision: Der imposante Wanderfisch soll in Rhein, Aare und anderen Flüssen wieder heimisch werden. Mit im Boot ist Cornèrcard.

Wer um 1800 im Rhein angelte, konnte einen dicken Fisch an Land ziehen: den Lachs. Er wurde bei uns im Süsswasser geboren, schwamm dann den Rhein hinunter bis in den Atlantik und zum Laichen wieder zurück. Dazwischen liegen Tausende von Kilometern und rund vier Jahre Wanderzeit. 

Der Rhein war damals der grösste Lachsfluss Europas, bis vor über 100 Jahren die Verbauung und Verschmutzung der Gewässer begann. Wilde Flüsse wurden in enge Kanäle gezwängt, die Vernetzung der Gewässer unterbrochen. Mit gravierenden Folgen für die Natur: Viele Lebensräume wurden zerstört und mit ihnen gingen etliche Tier- und Pflanzenarten verloren. Auch mit dem Lachs ging es drastisch bachab, bis er Mitte des letzten Jahrhunderts schliesslich weder im Wasser noch am Haken der Fischer zu finden war. Das soll sich ändern!

Lachs-Comeback: Die Rückkehr des Atlantischen Lachses in die Schweiz

Seit über zehn Jahren setzt sich der WWF dafür ein, dass der Lachs seine ursprüngliche Flussheimat zurückerobern kann. Cornèrcard unterstützt dieses Projekt die nächsten Jahre finanziell, um gemeinsam den Lebensraum für den Lachs wiederherzustellen. Dazu gehören verschiedene Massnahmen wie die Vernetzung von unterbrochenen Flussabschnitten, die Revitalisierung von Laichplätzen und die Sensibilisierung der Bevölkerung.

Heute stehen der Rückkehr des Lachses in die Schweiz nur noch drei Kraftwerke zwischen Strassburg und Basel im Weg. Aber auch diese Kraftwerke werden in den nächsten Jahren mit Fischtreppen (s. unten) ausgestattet, damit sie für den Lachs und andere Fische wieder passierbar werden. Die politischen Weichen für die Wiederaufwertung unserer Gewässer sind gestellt, damit wir hoffentlich bald wieder den Lachs bewundern können. 

Fische wandern und steigen Treppen

Sie sind zwar nicht mit dem Rucksack wie wir unterwegs, doch Fische wandern auch. Und das ist für sie mindestens so anstrengend wie für uns, denn sie wandern meist gegen den Strom. Um von A nach B zu kommen, brauchen sie freie Bahn. Um ein Hindernis wie ein Wasserkraftwerk zu überwinden, benötigen sie sogenannte «Fischtreppen». Eine Reihe aufeinander folgender und verbundener Becken, jedes etwas höher als das vorherige, ermöglicht den Fischen das «Treppensteigen».

Ebenso wichtig ist der Fischabstieg, für den sich der WWF z. B. beim Kraftwerk Rüchlig an der Aare einsetzte. Dort wurde vor ein paar Jahren ein Bypass eingebaut, damit die Fische ungehindert und gefahrlos das Kraftwerk passieren können. Die Monitoringzahlen sprechen für sich: Mit 20000 detektierten Fischen, verteilt auf 22 Arten, funktioniert die Wanderhilfe gut. Wir freuen uns schon darauf, wenn mit dem Lachs die Zahl der Arten auf 23 anwächst.

Unterstützen Sie das Lachs-Comeback für lebendige Flüsse mit einer hohen Artenvielfalt. Erfahren Sie mehr auf lachscomeback​.ch und wwf​.ch